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Digitale Dividende
Mit der Verabschiedung einer Resolution zur Nutzung der digitalen Dividende im September 2008 durch das europäische Parlament stehen die freiwerdenden Frequenzen des analogen Fernsehens für eine neue Nutzung an. Die Mitgliedsstaaten sind aufgefordert bis Ende 2009 eine Strategie für die weitere Nutzung zu entwickeln. In Deutschland sind die Frequenzen der digitalen Dividende ein Kernpunkt der Breitbandstrategie der Bundesregierung, in der unter anderem die Versorgung der weißen Flecken bis Ende 2010 mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen vorgesehen ist. Die Frequenzen der digitalen Dividende will die Bundesnetzagentur im 2. Quartal 2010 mit Frequenzen im Bereich 1,8 GHz, 2 GHz, und 2,6 GHz versteigern.
Folgt man der Breitbandstrategie der Bundesregierung, sind bis 2018 alle Haushalte mit Breitbandanschlüssen mit einer Übertragungsrate von 50 Mbit/s versorgt. D.h. nach 2018 besteht eigentlich nur Bedarf an den Frequenzen der digitalen Dividende für eine mobile Nutzung. Damit würde sich der Kreis der potentiellen Bewerber auf die bestehenden Mobilfunkbetreiber eingrenzen?! Doch selbst für die Mobilfunkbetreiber dürfte die Lizenzauflage: Sicherstellung einer Versorgung von 80 % der Bevölkerung in 2016 ein überaus ambitioniertes Ziel sein. Zumal aufgrund der bereits angekündigten Klagen gegen die Lizenzbedingungen (O2 und eplus) eine Vergabe der Frequenzen im 2. Quartal 2010 derzeit eher unwahrscheinlich scheint. Damit ist auf jeden Fall kurzfristig, d.h. 2010, keine Versorgung der weißen Flecken absehbar. Bedauerlich aus gesamtwirtschaftlicher Sicht.
Wie viel Zeit bleibt für den Ausbau der Breitbandnetze?
In ihrer Studie „The Role of of Government in the 21st-Century Infrastructure“ beschreiben booz&co die wirtschaftlichen Vorteile und Notwendigkeiten des Ausbaus von Breitbandnetzen. Wie gering die Breibandversorgung in Deutschland derzeit ist, lässt die neue Ausgabe des Breitbandatlas ahnen. Hier wurde erstmalig anstelle der 128 Kbit/s Downstream/Upstream auch die Versorgung auf Basis eines 1 Mbit/s DSL-Anschluss ermittelt. Danach ist im ländlichen Bereich nur für knapp 75 % aller Haushalte ein 1 Mbit/s Anschluss verfügbar. Bei der Vorstellung einer Untersuchung des Bitkom Verbandes zu Hichtech Themen im abgelaufenen Wahlkampf zitierte Rene Obermann eine Studie der Columbia Business School: “Die Aufrüstung der Netze auf 50 Megabit pro Sekunde bis zum Jahr 2014 schafft rund 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland.“ Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt beträgt der Studie zufolge rund 60 Milliarden Euro bis 2014. Zur Versteigerung der Frequenzen der digitalen Dividende führte er aus: „Keinen Sinn mache zum Beispiel eine pauschale Pflicht, Ortschaften mit weniger als 5.000 Einwohnern abzudecken, wenn sie bereits über andere Technologien mit Breitband versorgt sind. Das würde den Ausbau in den bedürftigen Regionen verlangsamen. Kontraproduktiv wäre auch, die Bieter zu verpflichten, parallele Infrastrukturen in den Regionen aufzubauen. Dies wäre bei der geringen Kundenzahl in vielen Gebieten nicht wirtschaftlich.“
Aber welche Alternativen gibt es um eine Breitbandversorgung auch auf dem Land zügig zu realisieren? Eigentlich nur regionale „Open Acces“ Lösungen oder eine „Schacht und Kabel AG“ wie sie Sunrise für die Schweiz vorschlägt. Mutiger ist man in Finnland. Als erstes Land hat man hier ein Gesetz erlassen, das jedem Einwohner ein Recht auf einen Zugang zu einem 1 Mbit/s Anschluss bis 2010 zusichert. Ab 2015 steht jedem Finnen das Recht auf einen 100 Mbit/s Breitbandanschluss zu. Hier ist in der Breitbandstrategie der Bundesregierung in der Tat noch viel Luft nach oben.
In einer Studie für den Berliner Senat stellt ITC Geschäftsführer Wolfgang Lohmann fest:“ Vor allem bewegte Bilder und dreidimensionale Anwendungen werden den Datenverkehr massiv erhöhen. Für die Berichterstattung der Olympischen Spiele 2012 wird erstmals im großen Maßstab der Standard Super-HDTV angewendet werden, der Übertragungsraten von mehr als 100 MBit/s benötigt.“ Nach seiner Einschätzung werden jedoch die deutschen Netze damit überfordert sein. Und dann?
Mobile and fixed broadband will coexists
In ihrer Studie:“ Solving the network strategy puzzle for mobile broadband operators” geht Roland Berger Strategy Consultants von einer Koexistenz des Mobile und Fixed Broadband aus. Dabei werden die Geschäftsmodelle im Mobilfunk und Festnetz ähnlich herausfordernd eingeschätzt. Roland Berger Strategy Consultants sehen als Gemeinsamkeit des Mobilfunk und des Festnetz den kostentreibende Bandbreitenbedarf von Zugang-/Kernnetz für breitbandige Internetdienste. Beim Ausbau der breitbandigen Netze müssen Synergien, wie z.B. die Anbindung von Basisstationen über VDSL genutzt werden.
Finanzierung des Ausbaus von breitbandigen Anschlussnetzen
Ob und welche Möglichkeiten es zur Lösung des Investitionsdilemmas beim Ausbau von breitbandigen Anschlussnetzen geben kann war Thema der Veranstaltung „Finanzierung des Ausbaus von breitbandigen Abschlussnetzen“ der österreichischen RTR. Für einen volkswirtschaftlich notwendigen Ausbau von breitbandigen Anschlussnetzen für den es keinen marktwirtschaftlichen Business Case gibt können z.B. Privat Public Partnership Projekte eine Lösung sein. Die in den Vorträgen aufgezeigten Beispiele wie z.B. Australien, Neuseeland oder Singapur sind in ihrer Art nicht wettbewerbsneutral und damit mit dem europäischen Regulierungsrahmen nicht vereinbar. Es ist allerdings davon auszugehen, dass diese Projekte ihren volkswirtschaftlichen Beitrag leisten werden. Damit ist das Investitionsdilemma eigentlich eher ein Regulierungsdilemma?
EU-Kommission und Bundesnetzagentur sehen weiterhin einen gemeinsamen Markt für den Breitbandausbau
Als alter Wein in neuen Schläuchen kann der zweite Aufguss der Konsultation der Europäischen Kommission zum Thema regulierter Zugang zu Next Generation Access Networks bezeichnet werden. Das einem Anbieter für seine Investitionen eine Risikoprämie für ein Wholesale Angebot zustehen soll, setzt voraus, dass es einen Investor gibt. Selbst die Bundesnetzagentur sieht in ihrem Papier zu den Eckpunkten der Regulierungsstrategie Hinweise, dass der Ausbau eines reinen Glasfasernetzes zu Investitionskosten von 1.000 bis 2.000 € pro Anschluss führt. In weniger dich besiedelten Regionen sei mit einem vielfachen der Investitionskosten zu rechnen. Unter diesen Randbedingungen wird selbst ein markstarkes Unternehmen wie die DTAG einen flächendeckenden Ausbau in Deutschland alleine nicht bewältigen können. Die Frage ob es für einen flächendeckenden Breitbandausbau einen Business Case und damit einen Investor geben wird stellen sich sowohl die EU-Kommission als auch die BNetzA wohl nicht.
Regionale Ansätze als Grundlage für Ausbau- und Kooperationsmodelle von breitbandigen Zugangsnetzen
Offensichtlich sieht die österreichische Regulierungs-GmbH RTR im Breitbandausbau nicht mehr einen zu regulierenden Markt sondern regionale Märkte mit unterschiedlichen Herausforderungen. Die Vorträge auf der Veranstaltung der RTR-GmbH von openaxs, einem Verband von regionalen schweizerischen Energieversorgern, Inexio einem regionalen Anbieter aus Deutschland sowie die Vorstellung mehrer regionale österreichischer Projekte bestätigen die Segmentierung des Marktes, wie es z.B. der FTTH-Council vorschlägt. „First Tier European Cities“ als Market Driven Areas die sich selber regulieren. „Smaller European Cities“ fallen in die Kategorie Risk Driven Areas, d.h hier wird eine Regulierung benötigt um die Rahmenbedingungen für Investitionen abzugrenzen. „Rural Areas“ werden als Policy Driven Areas klassifiziert. Hier müssen sinnvolle Regeln das Auswachsen der Digital Divide verhindern.
Breitbandausbau, ein interessanter Weg am anderen Ende der Welt
Nach mehrmonatigen erfolglosen Verhandlungen mit verschiedenen Konsortien im Rahmen der Ausschreibung eines „National Broadband Network“ hat die australische Regierung die Ausschreibung zurückgezogen. Für den Ausbau eines glasfaserbasierten Breitbandnetzes mir einer Datenrate von 100 Mbps und 90% Versorgungsgrad wird die australische Regierung eine eigene Firma gründen. Die notwendigen Mittel von 43 Mrd. Dollar sollen gemeinsam mit privaten Investoren aufgebracht werden. Es ist ein Openaccess Modell mit entsprechenden Wholesale Angeboten angedacht. Auf die erwarteter Bauzeit von 7-8 Jahren sollen 25.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Der ehemalige Monopolist Telstra hatte im Dezember sein Angebot im Ausschreibungsverfahren zurückgezogen. Der Aktienkurs war daraufhin um 22 % eingebrochen. Ein Glasfasernetz wird die kupferbasierte Infrastruktur und das DSL-Angebot von Telstra überflüssig machen. Ein interessantes Denkmodell auch für Deutschland? Die entstehenden Arbeitsplätze wären im Wesentlichen tatsächlich in Deutschland angesiedelt.
Wettbewerber im Festnetz organisieren sich neu
Der neue Bundesverband Glasfaser, wesentlich von den ehemaligen Breko Mitgliedern Netcologne und M-Net initiiert, hat seine Arbeit aufgenommen. Die unterschiedlichen Interessen der Glasfaser-/TAL-basierten Anbieter ließen sich im Breko nicht mehr gemeinsam vertreten. Eine Absenkung der TAL Preise gibt den DSL basierten Anbietern die Möglichkeit zu weiteren Preissenkungen im Wettbewerb mit den Kabelnetzbetreibern. Dem stehen die Interessen der glasfaserbasierten Anbieter, die ihren Investitionen in die letzte Meile refinanzieren müssen, klar entgegen.
Breitbandstrategie der Bundesregierung
In ihrer Breitbandstrategie im Rahmen des Konjunkturpakets formuliert die Bundesregierung zwei Phasen für den Ausbau des schnellen Internets. In der Phase 1 sollen bis 2010, unterstützt durch Fördermaßnahmen die die betroffenen Kommunen beantragen können, die nicht versorgten Gebiete erschlossen werden. In einer zweiten Phasen sollen bis 2014 75% aller Haushalte mit Anschlüssen von 50 Mbit/s versorgt werden. Der Konflikt mit der EU-Kommission ist hier vorprogrammiert, da aus Sicht der Bundesregierung die von der EU-Kommission gesetzten Rahmenbedingungen „der Notwendigkeit einer wachstums- und innovationsorientierten Telekommunikationspolitik sowie Implikationen der Finanzmarktkrise nicht ausreichend Rechnung tragen“.
Über die Fördermaßnahmen sind die Kommunen die eigentlichen Treiber des Breitbandausbau in Phase 1. Gut wenn man wie in Mecklenburg Vorpommern die Vorgehensweise auf Landesebene wie zum Beispiel über den Zweckverband elektronische Verwaltung in M-V gegenüber den Netzbetreibern koordinieren kann.
Das sollten die etablierten Netzbetreiber durchaus ernst nehmen, wie das Beispiel der Stadtwerke Schwerte zeigt. Hier haben die Anwohner bei sogenannte „Bagger-Partys“ eine Art Nachbarschaftsfest gemeinsam mit den Stadtwerken, die Glasfasern verlegt. Die Kosten für einen Glasfaseranschluss belaufen sich so auf 490 € je Einwohner.
Breitbandausbau, welche Allianzen können entstehen?
Der Verband der Kabelnetzbetreiber Anga vertritt eine eindeutige Position. Bis Mitte 2009 können 24 Millionen Haushalten, d.h.fast 60% der Haushalte mit Breitbandkabel versorgt werden. Eine Förderung im Rahmen des Konjunkturpakets sollte sich deshalb auf die weißen, unversorgten Flecken beschränken.
Um für den Wettbewerb mit den Kabelnetzbetreibern die notwendigen technischen Möglichkeiten zu schaffen, ist für die DSL basierten Anbieter ein VDSL Ausbau notwendig. Auf das Angebot der DTAG beim VDSL Ausbau zu kooperieren sind bisher Vodafone und EWE eingegangen. Vodafone kooperiert mit der DTAG in Würzburg und Heilbronn. Mit der EWE übt die DTAG die Kooperation in Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Stade. EWE übernimmt den Ausbau in Leer, Vechta, Cloppenburg, Aurich und Delmenhorst. Von Telefonica deutschland, Hansenet oder Versatel sind solche Kooperationen nicht bekannt. Die Glasfaser basierten Anbieter wir Netcologne oder M-Net sehen wohl auch den Antrag der DTAG bei der Bundesnetzagentur auf Erhöhung der monatlichen Miete der TAL von 10,50 € auf 12,90 € gelassen, da es ihr Business Model eher unterstützt.
Geschäftsmodelle für den Breitbandausbau
In einem Gastbeitrag im Rahmen des Glasfaser-Reports von Portel diskutiert Dr.Hardtke von Böcker Ziemen Management Consultants mögliche Geschäftsmodelle für einen Breitbandausbau. Er beschreibt hierzu drei Stufen der Wertschöpfung von der Vermarktung der passiven Infrastruktur über beleuchtete Glasfaser/Bitstream Access zur Bereitstellung von Kommunikations- und Unterhaltungsdienstleistungen. Ein Open Access Ansatz, d.h. der diskriminierungsfreie Endkundezugang ermöglicht unterschiedliche Abrechnungsmodelle. Der Zugang wird vom Endkunden bezahlt, die Kosten des Zugangs werden vom Diensteanbieter getragen oder ein Shared Cost Ansatz bei dem sich Anbieter und Kunde die Kosten teilen. Dies führt zur wesentlichen Fragestellung, welche Produkte/Dienste will ein Kunde und was ist er bereit dafür zu bezahlen. Egal wie der Kuchen dann aufgeteilt wird, von dem Geld des Kunden müssen die Anbieter dann leben können.
Breitbandausbau, muss es tatsächlich Glasfaser sein?
Im Rahmen der vom U.S. National Science Foundation's Information Technology Research program geförderten Studie “Fast Copper” haben Mung Chiang (Princeton University), Alexander Fraser (Fraser Research Institute), und John Cioffi (Stanford University) 250 Mbit/s auf einer bis zu 500 m langen Kupferleitung übertragen. Für die letzte Meile vom so genannten Kabelverzweiger bis in den Haushalt könnte dann weiter die vorhanden Kupferleitung/TAL genutzt werden. Ein wesentlicher Teil der Ausbaukosten könnten damit eingespart werden. Diese Option sollte im Rahmen der erweiterten Breitbandstrategie geprüft werden und eine entsprechende Standardisierung und Systemtechnikentwicklung gefördert werden Ein solches Hightech Projekt entspräche sicherlich der Forderung von Professor Scheer, Präsiden des Bitkom: „Damit würden das Geld aus dem Konjunkturpaket nicht nur in Blech und Beton fließen, sondern auch in moderne Technologien und ITK-Lösungen.“
Bitkom und VATM begrüßen die im Konjunkturpaket 2 angekündigte umfassende Breitbandstrategie der Bundesregierung
Bei einem geschätzten Investitionsvolumen von über 50 Milliarden Euro für einen flächendeckenden Glasfaserausbau gehen Bitkom und VATM von einem kooperativen Ansatz aus. Der VATM Geschäftsführer Grützner formuliert eindeutig: „Von besonderer Bedeutung für den Verbraucher – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land – ist zudem, dass das jeweils ausbauende TK-Unternehmen die Wettbewerber auf sein Netz lässt –selbstverständlich gegen ein entsprechendes Entgelt. Nur so können Verbraucher und Unternehmen vom Wettbewerb mit all seinen Vorteilen wie etwa Preisentwicklungen und technologischen Innovationen profitieren.“ Allerdings dürfte es keinesfalls dazu kommen, dass zugunsten der Telekom der Preis für das wichtigste Vorprodukt, die TAL (TAL), künstlich hoch gehalten werde. „Der TAL-Preis muss an den tatsächlichen Kosten orientiert auf einem preisgünstigen europäischen Niveau liegen. Sonst würde die Investitionskraft der Unternehmen geschwächt werden und es bestünde die Gefahr, dass der Ausbau neuer Netze verzögert würde.
Es bleibt abzuwarten, ob es der Eingriffe der Regulierungsbehörde bedarf, um den kooperativen Weg zu moderieren und welche Steuerungsmechanismen die erweiterte Breitbandstrategie der Bundesregierung vorsieht, um die angestrebte Flächendeckung bis 2010 zu erzielen.
Bundesregierung will Breitbandausbau vorantreiben
Im zweiten Konjunkturpaket sagt die Bundesregierung eine „umfassende Breitbandstrategie“ zu. Im Rahmen der Breitbandstrategie sollen kurzfristig Versorgungslücken geschlossen, und der Aufbau von leitungsgebundenen und funkgestützten Hochleistungsnetzen forciert werden. Bis spätestens Ende 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein. Bis spätestens 2014 sollen für 75% der Haushalte, bis 2018 für alle Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Abzuwarten bleibt, welche Annahmen der Breitbandstrategie zugrunde liegen und ob ein Dienste- oder Infrastrukturwettbewerb in der Fläche gefördert wird und wer unter den gesetzten Rahmenbedingungen als Anbieter in der Fläche investieren wird.
Telekom und Vodafone bilden Allianz
Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland plant die Telekom und Vodafone eine Kooperation beim Ausbau des Breitbandnetzes. Die Vereinbarung sieht vor, dass die DTAG in Würzburg und Vodafone in Heilbronn das VDSL Netz errichten und sich gegenseitig Zugriff einräumen. Die Fertigstellung von je 50.00 Anschlüssen ist für den Sommer 2009 geplant. In dem Piloten sollen die technischen Abläufe getestet werden. Ein Abrechnungsmodellsoll zu einem späteren Zeitpunkt ausgehandelt werden. Eine Überlassung an Dritte wie z.B. Versatel ist nicht vorgesehen. Es bleibt abzuwarten wie sich die Deutsche Telekom und Vodafone gegenüber Kabel BW in Heilbronn beziehungsweise Kabel Deutschland in Würzburg vertrieblich durchsetzen können.
Anga: Breitbandkabel verstärkt Angriff auf DSL
Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber erwartet zu Beginn des Jahres 2009 über 2 Millionen Kabel-Internet-Kunden. Das attraktive Tripple-Play Angebot und und das gute Preis-/Leistungsverhältnismachen das Kabel zu der entscheidenden DSL-Alternative. So bieten Kabelnetzbetreiber Paketangebote mit bis zu 32 Mbit/s bei Preisen für eine Doppelflatrate von zum Teil deutlich unter 30 Euro. Nach Angaben des ANGA ist Kabel-Internet und Telefonie bereits in 23 Mio. Haushalten verfügbar.
Telekom prophezeit Marktbereinigung bei DSL-Anbietern
Derzeit bieten über 20 Unternehmen Breitbandzugänge in Deutschland an. Aufgrund der schwachen finanziellen Ausstattung vieler Unternehmen sieht Festnetzvorstand Höttges durch die Finanzkrise einen wachsenden Konsolidierungsdruck. Anbieter den ein positiver Cash-Flow für die Refinanzierung von Fremdkapital fehlt, könnten unter Druck geraten.
EU-Kommission stellt regulatorische Strategie zur Förderung von Hochgeschwindigkeitsnetzen der nächsten Generation zur Konsultation
Grundlage der Konsultation ist ein Entwurf einer Empfehlung der sich an die Regulierungsbehörden der 27 Mitgliedsstaaten richtet. Die Empfehlung verfolgt die bisherige Linie der EU-Kommission, den Zugang zu wirtschaftlich nicht reproduzierbare Komponenten eines Breitbandnetzes für alle Marktteilnehmer sicherzustellen. Dies betrifft bei einem VDSL Ausbau z.B. die Anbindung der Kabelverzweiger. Die öffentliche Konsultation richtet sich an alle Marktteilnehmer und läuft bis zum 14. November 2008. Anschließend wird die Kommission die Empfehlung unter Berücksichtigung der Stellungnahmen fertig stellen und 2009 offiziell verabschieden.
Definition Breitband
In dem vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebenen Breitbandatlas lautet die Definition eines Breitbandzugangs das die Bandbreite mindestens 128 kBit/s im Upstream und mehr als 128 kBit/s im downstream und dein Internetzugang gewährleistet ist.
Entsprechend der ITU-T Empfehlung I.113 wird ein System oder Anschluss als breitbandig bezeichnet, wenn die Bitrate über der Primärmultiplexrate von in Europa 2048 kBit/s liegt.
Blueprint Niederlande
In den Niederlanden sind nahezu 40 % aller Breitbandanschlüsse über einen Kabelanschluss realisiert. Um vergleichbare technische Möglichkeiten wie die Kabelnetzbetreiber zu bieten hat KPN bereits mit dem Ausbau ihrer NGN/VDSL Plattform begonnen. Basierend auf das auf einem Memorandum of Understanding verhandeln KPN, bbnet, Orange and Tele2 die weitere Vorgehensweise bezüglich der ALL-IP Migration. Offensichtlich unterstützt der starke Wettbewerb mit den Kabelnetzbetreibern den Willen, sich ohne den Regulierer OPTA zu einigen. Eine Vorlage für die deutschen Netzbetreiber?
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Hellmut Seiberlich | Seiber Vision Engineering
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